Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer uns steil. Und wenn ihre flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin. Auch wenn das unterm gefieder versteckte Schwer dich verwunden kann. Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie auch wenn ihre Stimme deine träume zerschmettern kann, wie der Nordwind den Garten verwüstet. Denn so, wie die Liebe dich Krönt, Kreuzigt sie dich. So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich. Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst, dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken und vom Dreschboden der Liebe zu gehn. In die Welt ohne Jahreszeiten. Wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen und weinen, aber nicht all deine Tränen. Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst. Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen. Denn die Liebe genügt der Liebe. Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen. Vom eigenen Verstehn der Liebe verwundet zu sein und willig und freudig zu bluten. Bei der Morgenröte mit beflügeltem Herzen zu erwachen.