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Die Prien...
Die Prien...
Von Wettergucker  Lizenz:
02.11.2014, 19:00

Servus Zammen!

Heut war weiter grandioses Wetter im Alpenländle bei rund 20Grädle. Also raus und durchs alpine Tal gewandert. Dabei führte mein Weg immer an der Prien entlang. Sie ist einer der wenigen echten alpinen Wildbäche auf deutscher Alpenseite. Definiert dadurch... sie ist der einizige Abfluß des südlichen alpinen Prientales. Ihr Einzugsgebiet ist recht klein und wird durch viele kleine Kartäler gespeist, die seitlich vom Haupttal abgehen. Somit unterliegt sie als alpiner Wildbach auch schnellen Änderungen beim Wasserhaushalt. Starke Niederschläge im kleinen Einzugsgebiet führen zu enormen schnell ansteigenden und schwanken Wasserständen. Bei wenig Niederschlag kann sie komplett oberirdisch austrocknen. Dabei fließt dann oft das wenige Wasser unterirdisch in den ausgeschwemmten, abgelagerten Kies, -Sand, -Gesteinsschichten die sie aus der alpinen Einzugsregion abführt. Es tritt dann an felsigen Untergründen teils Canyon-artig nach oben und füllt teils Felswannen, die sie über die Jahre ausgewaschen hat. Oh, die sind im Hochsommer gern besucht aber schwei.....e kalt! Sie ist hier unten im Tal runde 10-12m breit und bei Trockenheit kann man ausgedehnte Flussbettwanderungen machen. Man kann dann durchaus das ein oder andere Fossil finden! Allerdinge sollte man dabei immer die Niederschläge im Aug behalten, sonnst ist man schneller am Chiemsee als man denkt! Dort fließt sie nämlich rein. Wobei, wenn die Niederschläge heftig ausfallen wird man wohl die erste Meter schon kaum überleben. Ich habe es schon erlebt, das wenn sie große Wassermassen abführen muss, es im Tal einen schwefelartigen Geruch gibt. So als würde man Feuersteine aneinander schlagen. Dieses kommt daher, das sie große Mengen an Gestein in unterschiedlicher Größe mitführt und diese bei teils enormen Fließgeschwindigkeiten unterirdisch aneinander schlägen. Dabei erreicht sie solch großen Geschwindigkeiten das der Wellenkamm mittig vom Fluß hoher sein kann als der Wasserstand am Ufer! Man guck dann förmlich gradaus auf Augenhöhe in die Wellenspitzen, ohne das man am Ufer nasse Füße bekommt! Selbst wenn sie Kurven fließen muss funktioniert das. Wer das noch nie gesehen hat glaubt es nicht! Auf Seite 17 meiner Bilder hier im Forum, unter Buidl "Schlimme Tage" kann man es mal erahnend angucken....

Grüße vom Wettergucker



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Hochgeladen am:  02.11.2014, 19:00 

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Kamera Canon EOS 600D
Hersteller Canon
Blende f/8.0
Brennweite 23 mm
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