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Analoge Studioblitze und Digitalkamera
Guten Abend zusammen. ich wollte mich etwas mit der Studiofotografie beschäftigen. Ich habe von meinem Vater die alte analoge Studioblitzanlage bekommen. Das sind drei Rollei Blitzköpfe, die Stärke weiß ich leider noch nicht, mit diV. Lichtformern. Beautydish, Wabe, Spot etc. Ich habe mir nun einig Tutorials angesehen und anderweiti eingelesen, aber irgendwie komme ich noch nicht zurecht. Ich habe die Kamera auf 1/250, einen Blitz, ca. 1,5-2 m entfernt, mit Beautydisch auf kleinste Stufe (Max. nächste Stufe), dann muss ich aber schon mit Blende 11 fotografieren, um ein korrekt belichtetes Bild zu bekommen. Das heißt, wenn ich schon das Hauptlich auf kleinste Stufe habe, habe ich mit dem Füllicht ja keine Reserve mehr. Daher eigentlich von mir ersteinmal eine allgemeine Frage: Sind alte Studioblitze für Digitalfotografie geeignet, oder sollte man lieber gleich mit aktuelleren Blitzen anfangen? Oder sind meine Blitze einfach zu stark? Wie stark sollten die Blitze sein, für einen da. 16 qm Raum?
Fragen über Fragen...
RE:Analoge Studioblitze und Digitalkamera
Hallo Tom ! Da wirst du nicht um viele Probeaufnahmen herumkommen. Für die digitale Fotografie hast du mit dieser Anlage, die ehemals auf niedrige Filmempfindlichkeiten ausgerichtet war, sicher zu viel Licht. Da helfen nur ein paar Tricks : Deine Digi-Cam auf die niedrigste Iso-Zahl einstellen, Größere Entfernung der Blitzgeräte zum Objekt, Indirekte Blitzbeleuchtung, also Umlenkung des Lichtes über einen reflektierenden Weiß-oder Graukarton. Ich habe bei analoger Fotografie die Blitzlampen mit Pergament-Papier überspannt. Bei diesen Maßnahmen muß man eventuell vorhandene Computersteuerung ausschalten oder den entsprechenden Sensor überkleben. Je länger die Belichtungszeit, desto mehr Umgebungslicht wird digital wahrgenommen. Da die Leuchtdauer des Blitzes längstens 1 /1000 sec beträgt, hast du also mit jeder länger eingestellten Zeit schon Umgebungslicht, je nach Iso-Zahl. Du kannst dann nur noch mit der Blende die Belichtung regulieren, aber auch die Tiefenschärfe, unter Veränderung der beschriebenen Faktoren. Ich hoffe, daß ich dich jetzt nicht zu sehr verwirrt habe und wünsche dir gutes Gelingen ! HG v. Reinhard
RE:Analoge Studioblitze und Digitalkamera
Vielen Dank für deine Antwort. Da es ein recht kleiner Raum ist, mit weißen Wänden, Versuch ich erstmal die Wände mit schwarzem Stoff zu behängen, um Reflexionen zu verringern. Ich werd etwas rumprobieren müssen. Wie schon beschrieben habe ich ja schon die kürz möglichste Zeit und die kleinste ISO eingestell. Wenn ich blende 18-20 einstelle, komme ich sogar mit den Blitzen von der kleinsten Stufe weg, so dass ich Haupt und Füll Licht variieren kann. Vg Thomas
RE:Analoge Studioblitze und Digitalkamera
Hallo, Warum soll das nicht gehen? Ein Problem kann in kleinen Räumen die zu große Leistung werden. Aber das hast Du ja schon rausgefunden. Eine zu geringe Belichtungszeit wird schwarze Balken vom Verschluß erzeugen. Der Zwang stark abzublenden verringert die Möglichkeit z.B. der Freistellung. Belichtungszeiten von 1/250 sek. können zudem schon zu lange sein um schnelle Bewegungen einzufrieren, wenn der Blitz nicht die Hauptlichquelle ist. Wenn Du eine HSS/FP fähige Kamera hast, dann kannst Du mit entsprechenden Funkauslösern auf deutlich geringere Verschlußzeiten kommen. Eine preisgünstige Lösung wäre hier die Kombination aus Yongnuo Sender YN 622TX-c/n und den YN 622-c/n Empängern. Ich komme damit theoretisch auf bis zu 1/8000 Sekunden (sinnvoll nutzbar bis gut 1/1000). Aber Du solltest erst mal prüfen ob Deine Kamera das unterstützt. Wenn nicht, kannst Du versuchen die Blitze mit ND Folien zu reduzieren. Das ist aber wahrscheinlich in der Praxis eher unpraktisch. |