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Akt, wie es sein soll
# 1 Zum Seitenanfang
Forenbeitrag aus akt. de, wollte es euch nicht vorenthalten.

Zunächst mal möchte ich versuchen, mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufzuräumen (lasst mich wissen, ob's mir gelungen ist, ja?): es ist völlig unerheblich, ob man ein Modell für seine Dienstleistung bezahlt oder nicht - einige, wenige Standards gehören zu einem Shooting. Punkt.

Gibt es diese Standards nicht, kann man getrost von unkoordinierter Knipserei, nicht aber von organisierter Fotografie sprechen.

1. Selbstverständlich stehen bei einem mehrstündigen Shooting kalte und warme Getränke zur Verfügung - ebenso wie kleine Snacks (keine schweren Speisen, kein Obst!). Ein opulentes Mahl mit mehreren Gängen erwartet niemand. Zieht sich das Shooting bis in die Abendstunden hin, versteht es sich von selbst, dass man das Modell (ggfls. auch seinen Bewacher) zum Essen mitnimmt - bei TFP zahlt der Fotograf (auch für den Bewacher), bei einem paid job zahlen beide Seiten getrennt.

2. Selbstverständlich steht ein separater Sanitär-Bereich (WC, Waschbecken) zur Verfügung, in dem sich das Modell ungestört aufhalten kann - eine Dusche ist nicht üblich und in aller Regel auch überflüssig. Duschen kann ein Modell entweder vor/nach dem Shooting im Hotel (oder einer anderen Unterkunft). Findet das Shooting in der Wohnung oder im Haus des Fotografen statt (und nicht in einem separaten Studio), sollte Duschen natürlich kein Problem sein.

3. Selbstverständlich sind Outdoor-Shootings, bei denen länger als eine halbe Stunde am Stück fotografiert wird, bei diesen Temperaturen tabu: nicht nur im Interesse des Modells, sondern auch im Interesse des Fotografen: fahle Haut, blaue Lippen und deutlich sichtbare Kapillar-Gefäße schauen nun mal sch.... aus - von einer gequälten, lustlosen Mimik und einem steifen Posing mal abgesehen. Dass man als Fotograf auch eine Sorgfaltspflicht gegenüber seinem Modell hat, versteht sich von selbst.

4. Selbstverständlich sind Utensilien des täglichen Bedarfs zur Hand: Kosmetik-Tücher, Lotion, Feucht-Tücher, Watte-Stäbchen und -Pads, eine Bademantel (oder Jogging-Anzug) für Pausen, Haarbürste, Lady-Shaver (inkl. Schaum), Zigaretten, Haarschaum und -spray, Lippenstift, Kajal, Mascara, Puder und Lidschatten in zwei, drei Varianten - um nur einiges zu nennen. Irgendwas davon nämlich vergisst jedes Modell mal.

5. Selbstverständlich sind Pausen zwischendurch ein Muss - und auch wichtig: sonst schaut das Modell nach max. einer Stunde reichlich müde und unmotiviert aus der Wäsche - von einem saft- und kraftlosen Posing ganz zu schweigen. Darüber hinaus dienen Pausen dazu, die nächste Einstellung zu besprechen, das MakeUp aufzufrischen, die Haare in Ordnung zu bringen, Klamotten zu wechseln und einfach ein bisl zu quatschen.

6. Selbstverständlich wird im Nachhinein bezahlt - nicht davor. ( wie im horizontalen Gewerbe )

7. Selbstverständlich werden Inhalte, Form, Dauer, Locations und all die kleinen sonstigen Details im Vorfeld besprochen - inklusive eines Vertrages, in dem genau diese Dinge fixiert werden und den der Fotograf erstellt, nicht das Modell.

8. Selbstverständlich halten sich beide Seiten an die vorher getroffenen Absprachen. Ist das nicht der Fall (oder ist bereits zu Beginn des Termins zu erkennen, dass das nicht der Fall sein wird), bricht man das Shooting sofort und unwiderruflich ab - oder beginnt erst gar nicht. Ist das so, hat die den Abbruch verursachende Seite keinerlei Anspruch auf das vollständige Honorar, im Einzelfall nicht mal auf einen Teil davon oder auf Erstattung der Auslagen.

9. Selbstverständlich respektiert man sein Gegenüber, so lange man keinen Anlass hat, das nicht mehr zu tun. Das erfordert die Fähigkeit (und den Willen!), Menschen zu mögen und darüber hinaus ein gewisses Grundbedürfnis an Harmonie. Zum Thema Respekt gehört auch, im jeweils Anderen erst mal gute Absichten zu vermuten - jedenfalls so lange, bis einen sein Gegenüber vom Gegenteil überzeugt.

10. Selbstverständlich ist es Job des Fotografen, Posing, Licht, Mimik und andere Details zu korrigieren - sofern es das Modell nicht bereits selbst getan hat. Dazu gehört auch, auf Einzelheiten (wie z.B. eine Laufmasche, Glänzer auf Stirn, Nase und Wangen, aus der gewünschten Form gefallene Haare, den korrekten Sitz von Accessoires usw.) zu achten. Der Fotograf übernimmt während des Shootings die Regie, das Modell gestaltet im Idealfall aktiv mit, übernimmt aber niemals den Job des Fotografen, sondern folgt im Zweifelsfall seinen Anweisungen. Gute Modelle tun das - schlechte Modelle tun, was sie wollen.

11. Selbstverständlich kommt das Modell ausgeruht, fit, gesund, nüchtern und frisch zum Shooting - und mit einer gehörigen Portion Vorfreude außerdem. Gute Modelle freuen sich auf das Shooting - schlechte Modelle freuen sich bestenfalls auf die Kohle (wenn's welche gibt).

12. Selbstverständlich bereitet sich das Modell auf das Shooting vor: dazu gehören (sofern vereinbart) MakeUp, Styling und Accessoires, Körperpflege (nicht nur Fotografen riechen mitunter streng), in aller Regel Enthaarung, frisch gewaschene Haare, das eigenständige Vermeiden von Druckstellen durch BH und/oder Slip und Hosen.

13. Selbstverständlich kann das Modell eine Begleitperson zum Shooting mitbringen (im beiderseitigen Interesse ist das sogar oft von Vorteil, insbesondere bei einem Erstkontakt). Es versteht sich von selbst, dass sich diese Begleitperson nicht in unmittelbarem Sichtkontakt zum eigentlichen Arbeitsbereich befindet (im Idealfall in einem Nachbarraum mit Lesestoff und/oder einem Fernseher, Musik), sich nicht einmischt, nicht am Equipment rumfummelt und sich absolut still und passiv verhält - es sei denn, sie wird vom Fotografen (nicht vom Modell) aufgefordert, etwas ganz anderes zu tun.

Das alles - und noch einiges mehr - sind Punkte, die von Honorar & Co. völlig unabhängig sind: sie unterscheiden einen organisiert und professionell arbeitenden Fotografen von einem x-beliebigen Hobby- und Gelegenheits-Knipser.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »ps studio« (15.01.2010, 14:38)

Fotos 15.01.2010, 14:38
Manfred
0 Punkte


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RE:Akt, wie es sein soll
# 2 Zum Seitenanfang

Also selbst auf die Gefahr hin dass ich jetzt zwei mal das Gleiche schreibe, hier meine Antwort. Ich hatte zwar schon eine geschrieben, aber die ist weg *langweilig

Also zu einem ist vieles doch eine Selbstverständlichkeit, zumindest wurde mir das im Studium gelehrt. Und gerade Aktfotografie war in der DDR eine schmale Gradwanderung. Hier musste man einfach fachlich und moralisch sauber arbeiten. Bei Punkt 7 bin ich nicht ganz deiner Meinung. Ich bespreche das lieber gemeinsam mit dem Model und arbeite auch deren Vorschläge ein. Was mich stört ist dein letzter Satz "...einem x-beliebigen Hobby-und Gelegenheits-Knipser." Das ist gelinde gesagt, ganz schön hart an der Überheblichkeit. Aber das ist nur meine Meinung.

LG Manfredeinemnem x-beliebigen Hobby- und Gelegenheits-Knipser.einem x-beliebigen Hobby- und Gelegenheits-Knipser.

Fotos 15.01.2010, 18:08
Offline ps studio Männlich
Lehrling 3163 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll
# 3 Zum Seitenanfang

Hallo Manfred

sorry vielleicht hast du übersehen es ist nicht mein Text ist. Er stammt aus dem Forum von akt.de. Habe den zufällig gesehen und mir gedacht, das das Thema hier auch von in Interesse sein könnte. Nicht alle Punkte decken meine Meinung, fand in aber doch ganz gut als Richtline. Die Komments dazu sind natürlich erwünscht.

Gruss

Jimmi

Fotos 15.01.2010, 21:24
Manfred
0 Punkte


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RE:Akt, wie es sein soll
# 4 Zum Seitenanfang

Hallo Jimmi,

sorry, hab ich echt übersehen. Aber sonst  - ist schon ok.

LG Manfred

Fotos 17.01.2010, 13:30
Offline graficer Männlich
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RE:Akt, wie es sein soll
# 5 Zum Seitenanfang

Ohne Modelvertrag läuft bei mir gar nichts.

Bevor ich mit einem neuen Model arbeite, treffe ich mich mit ihr auf neutralem Boden mit einer kleinen Mustermappe von meinen Arbeiten. Im Gespräch loten wir dann alles aus.

Erotik und Akt ausschließlich erst ab 18 Jahre, auch wenn Mutti und Vati dabei sein wollten, wenn sie jünger sind. Damit fange ich erst gar nicht an. Die überrede ich dann für Porträts oder ähnlich.

Detlef

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »graficer« (04.03.2010, 12:49)

Fotos 04.03.2010, 12:49
Offline g.k. weiblich
GOLDMEMBER 29019 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll
# 6 Zum Seitenanfang

Nachdem man sich doch so einiges an Aktfotografien rumgeistert....Meine erste Regel beim Fotografieren ist der Respekt vor dem Menschen der vor meinem Sensor hockt.Manches wird so auf die Reize der Frauen reduziert das es längst fern der Aktfotografie ist,und manch Foto ist einfach nur dahinfotografiert - hauptsache da ist ein Stück von Busen oder ein Stück von der Scham zu sehen. man erkennt nicht die geringste Mühe oder Liebe zu der Form der Fotografie oder auch nicht den Willen das zu erlernen.Das ist einfach nur Lüsterhaft und Respektlos einer Frau(oder einem Mann) gegenüber.Wirklich Schade das der Bereich Akt und Erotik teilweise zur Pornogalerie mutiert.Aber auch ein Kompliment an die Fotografen die beachtliche Fotos machen,und es verstehen diesen Bereich mit ihren Können zu bereichern.

Denke jeder über meine Zeilen was er möchte,mir lag das schon lange mal auf den Tasten....

lg Gaby

Fotos 16.12.2013, 18:00
Offline Andi-berlin Männlich
Fotograf 12185 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll
# 7 Zum Seitenanfang

Ich muss mal als (Akt / Erotik) Anfänger an dieses Thema anknüpfen.

Akt wie er sein soll ...

Da ich wie geschrieben blutiger Anfänger in diesem Bereich bin stellt sich mir nicht die Frage des Umfeldes / des Umganges mit eineinder.

Eher stellt sich mir die Frage was ist Akt überhaupt? 

Wenn ich im Netz nach AKT suche, finde ich immer wieder unmöglich verbogene Frauen in Posen, wo sie gerade mal 2 Sekunden stehen können ohne um zu fallen.

Ist das Akt? Klassischer Akt ?? 

Was ist nicht klassischer Akt?

Ich persönlich kann diesen Bilder meist nichts abgewinnen, ja das Bild, es sieht "gut" aus. Licht, alles stimmt 100%,

Z.b. http://www.melanie-goertz.de/_images/melanie-goertz-akt22.jpg

Warum müssen sich die armen Frauen so verbiegen? Welcher Sinn steht dahinter? 

So sieht es doch viiiel besser (Natürlicher) aus :-) http://www.photoworkx.de/html/data/images1/akt_003.jpg

Wie seht ihr das ??? 


P.s. Als freemember hab ich kenen Zugriff auf den Akt Bereich, daher die Beispiele von anderen Seiten!


Gruß Andi




Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Andi-berlin« (12.02.2014, 22:07)

Fotos 12.02.2014, 22:06
Offline g.k. weiblich
GOLDMEMBER 29019 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll
# 8 Zum Seitenanfang

Akt ist die Darstellung des nackten Körpers ohne pornografischen Hintergrund.

Niemand muss sich verbiegen oder in anstrengenden Posen verweilen.Das sind im übrigen meistens Tänzer(innen) oder Sportler(innen) die in so anmutenden ästhetischen aber anstrengenden Posen zu sehen sind. Der Sinn ergibt sich aus der Pose mitsammt dem Licht herraus.

man kann das aber auch ohne verbiegen machen,einfach den nackten Köper ins rechte Licht rücken,mit Schattenspiel das Muskelspiel festhalten,oder die Körperumrisse.Eben alles was den menschlichen Körper ausmacht,ohne einen sexuellen Hintergrund.

lg

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »g.k.« (17.02.2014, 15:57)

Fotos 17.02.2014, 15:56
Offline katho Männlich
Foto-AS 35376 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll
# 9 Zum Seitenanfang

Akt  ist  cool  finde  ich  !!

Es  wird  immer  Kritiker  geben  die  sich  aufregen........  ,  aber  wenn  stört  das  ??

Solange  keine  Grenzen  überschritten  werden.......ist  alles  voll  okay  !!

---

Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen.

Fotos 18.04.2014, 19:29
Unsichtbar Heinrich1953 Männlich
fotocommunity-AnwärterLegende 429215 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll

Guter Akt ist cool. 

Für mich sind bei der Aufnahme Grenzen überschritten. 

Dann ist es nicht mehr cool.

Hätte mir auch gewünscht das Du deinen Text unters Bild schreibts. Das Thema ist eine Diskussion wert

 

 

Fotos 18.04.2014, 20:34
Offline g.k. weiblich
GOLDMEMBER 29019 Punkte Bonuspunkte
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RE:Akt, wie es sein soll

Akt ist Akt,und Pornografie eben Porografie,und ein schlechtes Foto bleibt ein schlechtes Foto.

Ich finde Akt schön,Pornografie interessiert mich nicht ,und hauptsache Nackt ist noch lange kein Akt...Und wenn das denn auch noch schlecht und halbherzig oder gar herzlos Fotografiert ist finde ich das doppelt Schade.Erstens für die abgebildete Person und zweitens für den Betrachter.Da frage ich mich ,wo kommt es bei dem Foto drauf an,nicht aufs Foto,sondern eben auf die Geschlechtsteile reduziert...

mich aufregen,nee warum wegen ein paar nackter Weiber,ich habe in meinem Leben schon so viele nackte Menschen gesehen...aber ich frage mich dann schon,was ist es hier?Ein Forum wo es um das Foto geht?oder bei den kleinen Schmuddelheftchen?Oder bei manchen Foto denke ich:Ist das jetzt Selfmadewerbung mit der Webcam.

Welchen Hintergrund hat dann mancher der sich ein Aktfoto ansieht,frage ich mich wo liegt die Priorität?Ich scheue mich dann doch schon fast noch Fotos in der Rubrik reinzustellen,denn ich für mein Teil möchte schon im Bereich Akt und Erotik im Sinne von Fotokunst bleiben.

lg Gaby

Fotos 18.04.2014, 22:07